Lernikon

Zehnerübergang einfach erklärt: rechnen über die 10

7 plus 5 bringt viele Erstklässler ins Grübeln, und das ist völlig normal. Sobald eine Aufgabe über die 10 hinausgeht, wird es nämlich richtig knifflig. Dieser Übergang ist ein zentraler Schritt im ersten Schuljahr. Hier erklären wir dir, was dahintersteckt und wie du deinem Kind dabei hilfst.

Was bedeutet Zehnerübergang?

Vom Zehnerübergang spricht man, wenn beim Rechnen die 10er-Grenze überschritten wird. Bei 8 plus 5 landet dein Kind nicht mehr im Bereich bis 10, sondern muss über die 10 hinweg bis zur 13 rechnen. Genauso beim Abziehen: 13 minus 5 geht unter die 10 zurück. Solange Aufgaben innerhalb eines Zehners bleiben (etwa 3 plus 4), ist das für die meisten Kinder gut machbar. Der Sprung über die 10 ist die eigentliche Hürde, und deshalb wird er in der Schule besonders geübt.

Die Zehner-Brücke: der wichtigste Trick

Die hilfreichste Strategie heißt Zehner-Brücke oder Teilschritt über die 10. Die Idee: zuerst bis zur 10 rechnen, dann den Rest dazugeben. Ein Beispiel mit 8 plus 5:

  • Wie weit ist es von 8 bis zur 10? Zwei Schritte.
  • Die 5 wird also aufgeteilt in 2 und 3.
  • 8 plus 2 ist 10, und 10 plus 3 ist 13.

Beim Abziehen funktioniert es rückwärts. Bei 13 minus 5 geht dein Kind erst bis zur 10 zurück (13 minus 3 ist 10) und zieht dann den Rest ab (10 minus 2 ist 8).

Warum die Zahlzerlegung das Fundament ist

Damit die Zehner-Brücke gelingt, muss dein Kind eine Sache richtig sicher können: Zahlen zerlegen. Wer sofort weiß, dass die 5 aus 2 und 3 besteht oder die 7 aus 5 und 2, kann die Brücke flüssig bauen. Wenn dein Kind beim Zehnerübergang ins Stocken gerät, liegt es oft gar nicht am Übergang selbst, sondern daran, dass das Zerlegen noch nicht automatisch geht. Dann lohnt sich ein kurzer Umweg über das Üben der Zahlzerlegung, bevor ihr weitermacht.

So übt ihr ohne Frust

Ein paar Dinge, die das Üben zu Hause leichter machen:

  • Mit Material starten: Finger, Steckwürfel oder ein Zehnerfeld machen den Sprung über die 10 sichtbar. Erst greifen, dann denken.
  • Laut mitsprechen lassen: Wenn dein Kind den Rechenweg erzählt, hörst du sofort, wo es hakt.
  • Eine Strategie konsequent nutzen: Springt das Kind ständig zwischen Tricks hin und her, wird es unsicher. Lieber die Zehner-Brücke wirklich festigen.
  • Kleine Portionen: fünf Aufgaben mit Übergang am Tag reichen völlig.

Passende Übungsblätter drucken

Wenn die Strategie verstanden ist, hilft Wiederholung. Bei Lernikon gibt es Arbeitsblätter, die gezielt nur Aufgaben mit Zehnerübergang enthalten, damit dein Kind genau diesen Schritt trainiert und nicht von einfacheren Aufgaben verwässert wird. Für das Fundament gibt es eigene Blätter zur Zahlzerlegung.

Passende Arbeitsblätter

Drucke ein Übungsblatt, das gezielt nur Aufgaben mit Zehnerübergang enthält, inklusive Lösungen zum Selbstkontrollieren.

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